Der Mensch besitzt im Durchschnitt zwischen 100.000 und 150.000 Kopfhaare. Diese wachsen aus dem Follikel oder der Haarwurzel unter der Haut. Das Haar wird durch Blutgefäße am Grunde des Follikels ‚ernährt', welche ihm die zum Wachsen notwendige Nahrung liefern. Jedes Haar durchläuft einen Wachstumszyklus, der von dem der anderen Haare unabhängig ist.
Zu jeder Zeit befinden sich ungefähr 90% der Kopfhaare in der Wachstumsphase (Anagen), während die restlichen 10% in der Ruhephase (Telogen) sind.
Die Anagene Phase dauert etwa 2 bis 6 Jahre, danach durchläuft der Follikel eine kurze Übergangsphase (Katagen) und tritt in die Ruhephase ein, die zwischen 2 und 4 Monate dauert.
Nach der Telogenen Phase fällt das Haar aus und wird ersetzt, wobei das neue Haar wieder mit der Anagenen Phase beginnt. Ein gewisser Haarausfall ist normaler Bestandteil des Wachstumszyklus des Haars – durchschnittlich verlieren wir täglich 50 bis 100 Kopfhaare, doch bei androgenetischem Haarausfall können bis zu 200 Haare pro Tag verloren gehen.
Der Grund dafür, dass viele Haar-Nachwachs-Produkte wie Minoxidil einen vorübergehenden verstärkten Haarausfall, der als "Shedding" bekannt ist, verursachen, ist, dass das Haar erst rasch die telogene Phase durchlaufen muss, damit schließlich 90% des Haars wieder die anagene Phase (die Wachstumsphase) erreicht, dieses Mal mit gesünderem, länger anhaltendem Haarwachstum.
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